16 Trecker die auszogen ein schönes Wochenende in der Schweiz zu erleben, Ausfahrt Vierwaldstätter See 19.-21.06.2020

Nachdem die Schweiz zum 15.06.20 die Einreisesperre aufgehoben hatte, stand der Ausfahrt am 19.06.20 der Allgaier-Porsche-Diesel Bodensee Freunde e.V. nichts mehr im Wege.

Kurz vor 9:00 Uhr trafen sich die 16 Trecker aus ganz Deutschland und Österreich am Hafen in Friedrichshafen. Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung durch Roman ging es direkt auf die Fähre und mit dieser weiter nach Romanshorn. Zwischenzeitlich lockerte sich die Bewölkung ein wenig auf und wir Alle hofften den Vierwaldstätter See trocken zu erreichen. 

 

 

 

Dem „Bodensee Prinzip“ folgend ging es hinter Romans Schmalspur Junior über Arbon, Waldkirch, nach Grossau. Leider zog es sich nach ca. 35km wieder zu und es fing an zu regen. Erst nur leicht, doch zwischendurch leider auch sehr kräftig. Glücklicherweise hörte es kurz vor unserer ersten Rast in Brunnadern kurzzeitig damit auf. Nachdem die Meisten sich mit einem mitgebrachten Vesper gestärkt hatten, ging es weiter in Richtung Wattwil. Leider hatte der Wettergott weiterhin kein Einsehen mit uns und  gab erneute Regenschauer. 

  

Somit kamen wir ziemlich durchnässt bei unserem nächsten Ziel - einer Käserei in Goldingen - an. Hier wartete schon Alois Pfister mit zwei seiner Freunde, ebenfalls Trecker Fahrer auf uns. Alois ist Käser in der 3. Generation und lebt nach dem Motto „Nicht Größe, sondern Qualität“. Zehn Bauern beliefern ihn zwei Mal täglich an 365 Tagen mit ca. 2700l Frischmilch, welche er traditionell zu Rohmilchkäse verarbeitet. Eine Kostprobe diverser Sorten lag neben frischem Holzofenbrot schon auf den Tischen zur Verkostung für uns bereit. Nachdem wir unsere nassen Jacken zum Trocknen aufgehängt hatten, ging es zum gemütlichen Teil über. Neben viel warmen Kaffee und anderen Getränken wurden die vorbereiteten Käseplatten genossen. Anschließend ging es zur eigentlichen Führung durch die Käserei und den Lagerkeller. Die anderthalb Stunden mit Alois vergingen wie im Fluge.

 

Der Regen hatte zwischenzeitlich nachgelassen und es ging weiter in Richtung Rapperswil am Zürichsee. Dieser wurde auf dem Seedamm überquert und der nächste Anstieg mit 340 Höhenmetern wartete schon auf uns. Leider versagte am Kreisverkehr in Schindellegi das „Bodenseeprinzip“ (es wird immer solange geradeaus gefahren bis irgendwo ein Trecker steht der die neue Richtung anzeigt) mehrmals. Somit standen plötzlich fast die Hälfte der Gruppe in Richterswil, vor ihnen die Bahnschienen und dahinter der See. Was nun ????? Also hieß es Umdrehen und das Ganze zurück, bzw. 340m hoch. Doch nun wurde uns der Kreisverkehr in Schindellegi abermals zum Verhängnis. Bevor Roman und Tobias uns dort abfangen konnten, waren  wir bereits vorbei und den halben Berg (ca. 150 Höhenmeter) hinunter gefahren. Also abermals Umdrehen und wieder zurück, denn alle guten Dinge sind Drei. Kaum anderthalb Stunden später - nach mehr als 25 km Umweg -  waren wir zum Glück endlich wieder vereint. 

 

Zwischenzeitlich hatte es auch aufgehört zu regnen und sogar die Sonne kam zum Vorschein. Somit war der kleine Umweg schnell vergessen und weiter ging es über Rothenthurm, Steinerberg und Arth am Zugersee zu unserem Tagesziel dem Vierwaldstätter See. 

 

Nach knapp 11 Stunden und insgesamt 182.5km Strecke (13km davon auf der Fähre) erreichten wir leicht erschöpft aber überglücklich unser Hotel in Küssnacht. Sieben zum Teil kräftige Anstiege mit insgesamt 2176 Höhenmetern lagen hinter uns. Dank Jürgens Verpflegungshänger genossen wir das erste Begrüßungsbier schon auf dem Parkplatz. Nach einer schnellen Dusche trafen wir uns anschließend im Restaurant  zu einem köstlichen 3-Gänge Menü wieder                  - das hatten wir uns schließlich auch verdient !!!

 

Samstag, den 20.06.2020

 

Schöner kann doch ein Tag nicht anfangen, blauer Himmel, ein sehr gutes Frühstück und unser heutiger Tour Guide Sepp Knüsel unterstützt durch 2 weitere Trecker Freunde warteten auf uns.

Heutiges Tagesziel war die Umrundung des Rigi's 1.798m.

Dieser liegt zwischen dem Vierwaldstättersee, dem Zugersee und dem Lauerzersee.

Danach eine Werksführung in Sepp's neuer Firma und ein Grillfest mit Besuch seines Privatmuseum's in der alten Firma.

 

Pünktlich um 9:00 Uhr ging es endlich los. 19 Trecker mit ihren Fahrern machten sich auf den Weg einen schönen Tag in der Schweiz zu erleben.

 

Erste Rast oberhalb von Weggis. Mit Sepp hatten wir den perfekten Touristenführer gefunden der uns innerhalb kürzester Zeit einen umfassenden Bericht über die geographischen Daten und alles sonstige Wissenswerte informierte. 

 

äWeiter ging es über Vitznau, Gersau, Ingenbohl und Lauerz. Vorbei an schönen alten Villen, romantischen Holzhäusern oder exklusiven Hotels. Durch parkähnliche Wälder oder gepflegte Uferpromenaden und immer den See im Auge. 

 

Mittagspause im  "Horseshoe" Steak Restaurant nahe Arth am Zuger See. Die Fahrerei machte ganz nett hungrig und das schöne Wetter richtig durstig. 

 

Endspurt in Richtung "Rigi Trac". Jürgen und Marei mit unserem Verpflegungs- und Materialwagen. Normalweise stehen hier gelbe Trecker. Aber unsere rote Armada gab auch ein schönes Bild ab.

 

Faszinieren was die Fa. Rigitrac in den letzten Jahren hier auf die Beine gestellt hat. Nach einem kurzweiligen Vortrag über die Firmengeschichte ging es dann in die vielfältige Fertigung. Hier werden neben Mähwerken, Heuwender, Sondermaschinen und seit einigen Jahren auch Trecker produziert. Das Highlite war der wohl erste zertifizierte Elektro Trecker. Dieser durfte anschließend dann auch noch Probegefahren werden, ein Männertraum wurde wahr.

  

Die glücklichen Teilnehmer:

Tobis, Lukas,

Georg, Ottmar, Gerhard, Hedy, Uli, Edwin, Sepp, Hermann, Wolfgang, Elke, Roman, Anette, Norbert, Marei, Jürgen, Klaus, Gertrud, Romy, Gela

Margarete, Josef, Gregor, Gerd, Wendelin

 

Die heutige Tour. Es waren zwar nur 56 km, aber trotzdem richtig schön.

 

Den Abschluss des heutigen Tages bildete das Grillfest bei Knüsels. Die ganze Familie legte sich kräftig ins Zeug und verwöhnte uns mit einem "Perfekten Diner". Die  Damen des Hauses an der Essensausgabe und Schwiegersöhne am Grill. Sogar in der Freizeit sah man einen sehr gut funktionierenden Familienbetrieb. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten ging es zum letzten Höhepunkt, dem Besuch in Sepp's Privatmuseum. Hier fand man wirklich Alles. Sogar unsere Frauen entdeckten Dinge, die sie noch aus ihrer Kindheit kannten. Liebevoll restauriert und perfekt zur Schau gestellt.

Viel zu schnell verging die Zeit und es hätte noch so viel zu entdecken gegeben, aber irgendwann war auch der schönste Tag mal zu Ende.

 

  

Sonntag, den 21.06.2020

 

Die Koffer sind gepackt und Alles wieder verstaut. Pünktlich um 9:00 Uhr machte sich unser Tross nach einem kurzen Briefing durch Roman wieder auf den Heimweg. Das Wetter meinte es gut mit uns, es war leicht bewölkt und somit ideal zum Fahren. Die Route verlief größtenteils gleich (nur diesmal ohne Regen) wie auf der Herfahrt. Also über Arth, Steinerberg, Sattel, Rothenthurm, Schindellegi, Pfäffikon nach Rapperswil. Hier war dann die erste Pause geplant.

 

 

 

 

 

Traumhaftes Wetter, kaum Verkehr auf der Straße. Was braucht man als Treckerfahrer mehr?

 

Nach knapp zwei Stunden Fahrzeit lag schon der Zürich See vor uns. Somit stand einer ausgiebigen Rast in Rapperwil nichts mehr im Wege.

 

Doch kaum hatten wir Rapperswil mit seinem städtischen Verkehr und seinen vielen Ampeln hinter uns gelassen ging es wieder auf kleinen Straßen zurück in die Natur. Die vielen Steigungen verlangten unseren Motoren zwar einiges ab und unser Convoy war für die Ökobilanz an diesem Tag nicht sehr förderlich. Aber es hat jedem Spaß gemacht und das war doch die Hauptsache.

 

Nächster Halt Mäsi's Restaurant "Gemsli" in Wil. Dort wurden wir schon sehnsüchtig erwartet und jeder der Teilnehmer bekam sein erstes Getränk schon bei der Anfahrt auf den Parkplatz an den Trecker gereicht. Schöner kann doch ein Mittagessen nicht beginnen.

 

Alle Mann aufsitzen und weiter ging es über Bürglen, Amriswil nach Romanshorn. Keine großen Steigungen mehr, einfach nur fahren und die Landschaft genießen. 

Doch vor lauter Genuss lief uns die Zeit und somit auch die Fähre davon. Also war warten angesagt. 

 

Doch kaum eine Stunde später waren wir Alle an Bord und es ging wieder zurück nach Friedrichshafen. Dort wo diese Reise vor drei Tagen begonnen hatte. Nicht ganz so spektakulär wie heute, den jetzt waren alle Trecker zusammen und alle Fahrer starteten auf Romans Zeichen ihre Motoren. 16 Trecker hintereinander rollten unter Beobachtung vieler Spaziergänger langsam von Bord der Fähre und ihrem letzten gemeinsamen Ziel für heute entgegen. Das Abendessen im Vereinsheim des VFB Friedrichshafen. 

 

Die heutige Strecke.

  


 

Drei schöne Tage lagen hinter uns und somit auch knappe 400 km. Unsere Trecker meisterten über 4000 Höhenmeter ohne nennenswerte Ausfälle. Roman und seine Team aus Gertrud und Lucas hatten eine traumhafte Tour für uns ausgearbeitet und diese auch geführt. Viele schöne Eindrücke sind geblieben und wir denken wir sprechen im Namen Aller, wenn wir sagen: 

 

 

Danke lieber Roman, Gertrud und Lucas für diese Ausfahrt und wir freuen uns schon auf die NÄCHSTE.

 

 Gela und Gerd

Letzte Änderung: 09.08.2020