Hilfe für den Weihnachtsmann

Gestern erhielten wir einen Notruf vom Weihnachtsmann. Rudolf das Rentier ist erkrankt und kann den Schlitten mit den Weihnachtsgeschenken nicht ziehen. Ein Rentier konnten wir trotz aller Anstrengungen nicht auftreiben. Der Weg nach Lappland war einfach zu weit. Wie konnten wir dem Weihnachtsmann aus dieser prekären Situation helfen? Die Telefonleitungen glühten. Vorschläge wurden gemacht und wieder verworfen. Ein Anruf auf der Ramm-Ranch mit der Bitte um Unterstützung hatte Erfolg. Guinness der Hannoveraner-Wallach könnte den Schlitten ziehen. Doch leider passte das Kutschgeschirr nicht. Es war viel zu eng. Guinness mit seinen 300 Kg Lebendgewicht ist halt doppelt so schwer wie Rudolf.

 

Nun war guter Rat teuer. Neue Ideen mussten her. Da wir mit einem tierischen Zugtier nicht helfen konnten, kam ein mechanisches Zugtier zum Einsatz. Und was passt besser als ein roter Porsche-Diesel Schlepper? Natürlich nichts. Leider konnte die Kutsche nicht an den Schlepper angehängt werden, die Deichsel der Kutsche passte einfach nicht in die Aufnahme vom Porsche. Also musste der Weihnachtsmann umsteigen. Mit wackeligen Knie bestieg er den Traktor und nahm in der bequemen Sitzschale Platz.

Nun konnte auch Norbert auf dem Fahrersitz Platz nehmen. Nachdem der Weihnachtsmann sich an das neue Gefährt gewöhnt hatte, wurde er auch schon übermütig und drohte den unartigen Kindern mit seiner Rute. Aber nachdem Norbert losfuhr, verging dem Weihnachtsmann dieser Spaß. Krampfhaft hielt er sich an den Kotflügelgriffen fest und hat sie bis zum Eintreffen am Kindergarten nicht wieder losgelassen.


Nun ging es mit Vollgas Richtung Eldena. Die Kinder vom Kindergarten warteten schon voller Vorfreude auf den Weihnachtsmann und auf die vielen Geschenke.

Unterwegs hatte der Weihnachtsmann seine Rute verloren. Er hätte sie auch nicht gebraucht. Die Kinder in Eldena sind immer lieb und brav.

 

Nachdem die Geschenke verteilt waren, musste der Weihnachtsmann auch schon wieder weiter. In der Zwischenzeit hatte der Tierarzt Rudolf eine bittere Medizin verordnet und kurz darauf konnte das liebe Rentier wieder vor die Kutsche gespannt werden. Nun waren alle zufrieden.

  • Der Weihnachtsmann, weil er noch rechtzeitig zum Kindergarten gekommen ist.
  • Die Kinder, weil sie so schöne Geschenke bekommen haben.
  • Rudolf, weil er fast wieder gesund war.
  • Und
  • Norbert, weil er wieder mal eine gute Tat vollbringen konnte. Nicht jeden Tag darf man den Weihnachtsmann herum kutschieren.